Flusskultur Radreisen[260 Kilometer]

Individuelle Anreise nach Dessau-Roßlau. In Dessau kommen Architekturinteressierte auf ihre Kosten. Unter Walter Gropius setzte sich hier in den 1920er Jahren der Bauhausstil durch, dessen Spuren sich in der Stadt leicht finden lassen.
Heute führt Sie Ihr Weg durch das Dessau-Wörlitzer Gartenreich mit seinem weltberühmten Wörlitzer Park nach Lutherstadt Wittenberg. Auf dem Weg nach Wörlitz sind auch die ebenfalls zum Gartenreich gehörenden Schlösser Luisium und Oranienbaum einen Besuch wert. Der Landschaftspark Wörlitz ist seit dem Jahr 2000 UNESCO-Weltkulturerbe. Weiter geht die Fahrt zum heutigen Etappenziel. Bei einer Stadtführung können Sie auf Martin Luthers Spuren wandeln und sich in die Zeit der Reformation zurückversetzen lassen.
Vorbei an den Städten Elster und Pretzsch radeln Sie heute in die Renaissancestadt Torgau. Die einstige kurfürstliche Residenzstadt besitzt einen nahezu vollständig erhaltenen historischen Stadtkern. Besonders sehenswert ist das Schloss Hartenfels mit dem Großen Wendelstein, einer freitragenden Wendeltreppe. Aber auch die Schlosskirche, die 1544 von Luther geweiht wurde, sowie die Stadtkirche, in der die Frau Luthers, Katharina von Bora, beerdigt wurde, sind einen Besuch wert.
Nach dem Frühstück geht es über Belgern und Riesa nach Meißen. Hinter Riesa folgt man der Elbe fast immer in Sichtweite. Nach einigen Kilometern werden Sie die ersten Weinberge sehen. Sachsen gehört bundesweit zu den kleinsten Weinanbaugebieten. Die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meißen mit der Schauwerkstatt und dem Museum, wo über 3.000 Stücke aus drei Jahrhunderten Produktion zu sehen sind, ist unbedingt einen Besuch wert.
Die heutige kurze Etappe führt Sie von Meißen in die Landeshauptstadt Dresden. Zunächst geht es nach Radebeul, der Heimatstadt des Schriftstellers Karl May. Zugleich haben Sie die Möglichkeit, entweder per Rad oder mit der historischen Schmalspurbahn „Lößnitzdackel“ dem Jagdschloss Moritzburg einen Besuch abzustatten. Das Jagdschloss liegt idyllisch inmitten eines Sees und ist in den Farben des sächsischen Barocks gehalten. Weiter geht Ihr Weg Richtung Dresden und schon nach einigen Kilometern zeigt sich die Kuppel der Dresdner Frauenkirche. Ob Zwinger, Semperoper oder Hofkirche – bei einer Stadtführung können Sie sich so manch interessante Geschichte über die Sehenswürdigkeiten erzählen lassen. Das längste Porzellanbild der Welt – der Fürstenzug –, die im Volksmund als „Balkon Europas“ bezeichnete Brühlsche Terrasse und die Frauenkirche dürfen dabei natürlich nicht fehlen.
Sie verlassen Dresden über das „Blaue Wunder“, einer bemerkenswerten Brückenkonstruktion. Weiter geht Ihre Fahrt vorbei am Schloss Pillnitz über das sehenswerte Pirna, nach Königstein mit der gleichnamigen Festung. Ihr heutiges Etappenziel ist Bad Schandau. Der Kur- und Erholungsort liegt direkt in der Sächsischen Schweiz, mit seiner imposanten Felsenwelt des Elbsandsteingebirges.
Nach dem Frühstück individuelle Heimreise oder Verlängerung Ihres Aufenthaltes.