Flusskultur Radreisen

Saale-Radweg

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Schloss Bernburg an der Saale

Die Saale ist einer der bedeutendsten Nebenflüsse der Elbe. Sie entspringt in 707 Meter Höhe im bayerischen Fichtelgebirge. Ihr Weg führt durch die Wälder Oberfrankens und Thüringens, vorbei an großen fjordartigen Talsperren und durch stille schiefergedeckte Dörfer bis zu ihrer Mündung bei der kleinen Stadt Barby.

Der Saale-Radweg gilt als eine der interessantesten Routen Deutschlands. In seiner Gesamtheit bietet er insbesondere für Anspruchsvolle viel Spaß. Das letzte Drittel der Tour überzeugt vor allem durch seinen naturbelassenen, abwechslungsreichen Weg, vorbei an Burgen und Schlössern. Eine prächtige Kulisse, um radelnd die Seele baumeln zu lassen.

Als erste bedeutsame Stadt liegt Hof an den Ufern der Saale. Alte thüringische Städte wie Saalfeld und Rudolstadt und die Universitätsstadt Jena, die malerisch zwischen Kalkfelsen im Saaletal gebettet liegt, folgen. Danach erreichen Sie die Saale-Unstrut Region.

Das Weinbaugebiet Saale-Unstrut am mittleren Saalelauf, rund um die mittelalterliche Stadt Naumburg gelegen, ist nicht groß. Aber längst hat es sich bei Kennern bis an Rhein und Mosel herumgesprochen, dass hier vorzügliche Tropfen gekeltert werden. Schon der Bildhauer Max Klinger hat die 1000-jährige Weinbauregion Saale-Unstrut mit der Toskana verglichen.

Weiter nördlich gelegen folgen die Städte Bad Dürrenberg, Merseburg und Halle (Saale). Letztere ist nicht nur die größte Stadt am Saale-Radweg, sie überzeugt auch durch ihre vielen Sehenswürdigkeiten. Hat der Strom die Universitätsstadt passiert, fließt er träge durch saftige Wiesen und urwüchsige Auenwälder. Einige Schlösser wie in Wettin, Plötzkau und Bernburg sowie interessante Städte säumen den weitern Weg der Saale, ehe sie die Elbe erreicht.

Mit das Schönste, was der Fluss zu bieten hat, sind die Burgen an seinem Lauf. Von der Quelle bis zur Mündung stehen sie zu beiden Seiten der Saale in dichter Folge wie kaum an einem anderen deutschen Fluss. Die meisten entstanden um die vorletzte Jahrtausendwende, als die Saale, als Grenzfluss zum slawischen Königreich, mit vielen Grenzfesten gesichert wurde. Einige sind nur noch an spärlichen Erdwällen zu erahnen, manche gingen in prachtvollen Schlössern auf, andere sind zu romantischen Ruinen verfallen.

Archäologische Funde zeugen von einer sehr frühen Besiedelung des Gebietes, was auch der sensationelle Fund der Himmelsscheibe von Nebra oder die Ausgrabungen des Sonnenobservatoriums von Goseck belegen. Das Gebiet an Saale und Unstrut ist reich an Geschichte und Kultur.

Auf einen kulturellen Seitensprung nach Weimar laden wir Sie ein bei der Radrundreise „Weimar, Wein und romantische Flusslandschaften“. Hier erleben Sie auf engstem Raum Klassik und Moderne, verbunden mit einer Reise durch das nördlichste Weinbaugebiet Deutschlands entlang der Flussradwege von Saale, Unstrut und Ilm.

Lassen Sie sich überraschen!